1971

Erstmals fand eine Altkleidersammlung durch den Schwimmverein zusammen mit der Ortsgruppe der DLRG statt. Es wurden 2.550 kg Altkleider zusammengetragen. Der Erlös von 765,- DM wurde an die Stadt Wildeshausen weitergeleitet und sollte für Sportgeräte und Ausrüstung für die Badeanstalt und das zu erstellende Hallenbad verwendet werden.

Auf der Generalversammlung des Schwimmvereins konnten Bürgermeister Weinrich und einige Ratsherren begrüßt werden. In seiner Rede stellte Dr. Freytag heraus, dass der Verein auf 413 Mitglieder angewachsen war, es dem Verein aber an Trainern fehlte und der Vorstand bereit war, mit dem Schwimmmeister Richard Volle einen Vertag abzuschließen, um ihn als Übungsleiter zu gewinnen.         
Weiterhin bemängelte Dr. Freytag, dass Wildeshausen als Luftkurort mit einem nicht mehr zeitgemäßen Schwimmbad ausgestattet war und weiter sinkende Besucherzahlen gegenüber den Nachbargemeinden Harpstedt und Ganderkesee ein neues Schwimmbad erforderten. Der Verein hätte zum Trainieren nach Harpstedt fahren müssen. Er rechnete den anwesenden Ratsherren und dem Bürgermeister die bisherige Beteiligung des Schwimmvereins an den Schwimmbadkosten vor, dankte den Mitarbeitern und Vereinskameraden und stellte sich nicht zur Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden.

Schwimmwart Richard Volle führte den Anwesenden aus, dass ein gefordertes Trainingspensum von 2.500m bei 18°C Wassertemperatur schädlich auf die Muskulatur der Jugendlichen auswirkte. Des weiteren zeigte sich der Trend ab, dass Vereine ohne Wintertrainingsmöglichkeit nicht mehr zu Einladungswettkämpfen wie z.B. in Lingen oder Edewecht eingeladen wurden, da die Leistungsspitze enorm vorangetrieben wurde und nur noch von Verbissenen Erfolge verbucht wurden . Er verwies auf die Kreismeisterschaft, die von den Wildeshausern in Ganderkesee ausgerichtet werden musste.   
Bürgermeister Weinrich führte aus, dass Wildeshausen 1970 fast soweit gewesen war, den Krandel auszubauen. Die allgemeine Verteuerung forderte eine Umarbeitung des Planes, da der Ratsbeschluss eine Gesamtsumme von 3,2 Millionen DM vorsah.           
Bei der anschließenden Neuwahl des Vorstandes fand ein Führungswechsel statt. Neuer 1. Vorsitzender wurde Gerd Sandkuhl, als 2. Vorsitzender stellte sich dann noch mal Dr. Freytag zur Verfügung.

Dr. Freytag und Carl Behrens, der dem Verein von 1932-1934 als 1. Vorsitzender und von 1953-1971 als 2. Vorsitzender angehörte, wurden zum Ehrenvorsitzenden bzw. zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Kreismeisterschaften wurden im Krandelbad ausgerichtet und das landesoffene Schwimmfest in Papenburg besucht.

Im September wurde zum 50jährigen Vereinsjubiläum ein Jedermann-Schwimmfest in Verbindung mit den Schulmeisterschaften durchgeführt.

Das 50jährige Jubiläum wurde Gut Altona mit zahlreichen auswärtigen Vereinen gefeiert.